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Pressemitteilung der PRG Greiz zum Rufbus

Auma-Weidatal

„Die Verkehrswende ist auch im Landkreis Greiz angekommen“

Nach zwei Jahren ziehen PRG und RVG ein erstes Zwischenfazit

 

Etwas mehr als zwei Jahre ist es nun her, dass beginnend im Netz der PRG Personen- und Reiseverkehrs GmbH Greiz ein neues Verkehrskonzept und umfangreiche Fahrplanänderungen umgesetzt wurden. Zuvor hatte das bisherige Fahrplangerüst fast 15 Jahre in nahezu unveränderter Form bestanden. Doch sowohl die Anforderungen der Fahrgäste an einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr als auch die Randbedingungen – insbesondere im Hinblick auf eine langfristige Sicherstellung der Finanzierung – haben sich in der Zwischenzeit gravierend geändert. Verkehrsplanerische und betriebswirtschaftliche Überlegungen gaben damals den Anstoß für eine Umstellung des gesamten Betriebs- und Fahrplankonzepts.

 

Natürlich brachte der Angebotswechsel 2018 eine große Umstellung für die Fahrgäste mit sich; dabei sind auch einzelne schwach nachgefragte Verbindungen weggefallen. Wenngleich für einige Fahrgäste, die sich in der Vergangenheit nicht daran gestört haben dürften, ganz oder zumindest fast allein im großen Bus befördert worden zu sein, die Betroffenheit mitunter groß gewesen ist – es ist auf Dauer nicht sinnvoll, Linien oder Fahrten ohne ein hinreichendes Nachfragepotential aufrecht zu erhalten; weder ökonomisch noch ökologisch. Vielmehr fehlen dann die notwendigen Ressourcen, um auf denjenigen Linien, die ein deutlich höheres Nachfragepotential besitzen, ein attraktives Fahrplanangebot zu unterbreiten. Genau das war aber erklärtes Ziel des neuen Fahrplankonzepts. Mit einer Angebotsverbesserung entlang der Hauptachsen zwischen den größeren Städten im Bediengebiet sowie im Stadtverkehr sollten diese Fahrgäste möglichst dauerhaft an den öffentlichen Nahverkehr gebunden und nach Möglichkeit auch neue Nachfragegruppen erschlossen werden. Entlang der Hauptachsen wurde der ländliche Raum mit den größeren Städten im Bediengebiet sowie dem überregionalen Eisenbahnverkehr enger verzahnt.

 

Natürlich kann auch damit nicht jeder Wunsch erfüllt werden, aber die seither um etwa 20% gestiegenen Fahrgastzahlen, gerade auf den Linien Greiz – Zeulenroda (Linie 25), Zeulenroda – Weida – Gera (Linien 28/29) und Greiz – Reichenbach (PlusBus-Linie 81) sind doch ein Zeichen dafür, dass die Fahrgäste die neuen Qualitätskriterien schätzen:

 

  • Stundentakt auf den Hauptlinien unter der Woche,
  • Ausweitung der Bedienzeiträume auch auf die Abendstunden,
  • Einführung eines erweiterten Fahrtenangebots am Wochenende und an Feiertagen,
  • günstige Anschlüsse zum (überregionalen) Eisenbahnverkehr an vielen Knotenpunkten und
  • Einsatz barrierefreier und klimatisierter Busse.

 

Aus diesem Grund wurden im Dezember 2019 weitere Linien in dieses Hauptnetz mit einbezogen. So profitieren auch die Fahrgäste auf den von der RVG Regionalverkehr Gera/Land GmbH betriebenen Linien Gera – Münchenbernsdorf (Linie 200), Münchenbernsdorf – Hermsdorf (Linie 201) und Gera – Bad Köstritz – Eisenberg/Hermsdorf (Linien 203/204) von verbesserten Angeboten. Insbesondere die Änderungen auf den Linien 200 und 201 mit der Einbindung des Industriegebiets „Hopfenberg“ bei Münchenbernsdorf und Lederhose sind ein gutes Beispiel für eine enge Angebotsabstimmung zwischen dem Landkreis Greiz als Aufgabenträger für den öffentlichen Nahverkehr, der RVG als Busbetreiberin und den verschiedenen, dort ansässigen Firmen, welche durch das verbesserte Angebot eine Aufwertung ihres Firmenstandorts erreichen.

 

Fahrplananpassungen zum 13. Dezember 2020 geplant

 

Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 sollen die Erfahrungen, die man die ersten zwei Jahre mit dem neuen Betriebskonzept gesammelt hat, in die Fahrplangestaltung einfließen. Dabei bleibt das Grundkonzept aber im Wesentlichen erhalten. Neu sind:

 

  • Auf der Greizer Stadtbuslinie 6 wird das Krankenhaus nicht mehr nur in Fahrtrichtung Puschkinplatz bzw. Bahnhof, sondern neu auch in Richtung Reißberg/Pohlitz bedient. Dadurch verkürzt sich die Fahrtzeit vom Krankenhaus zurück nach Pohlitz um etwa zehn Minuten; das bisher notwendige Umsteigen entfällt.
  • Auf den Linien 24 und 25 werden zwischen Greiz, Langenwetzendorf, Naitschau und Wellsdorf zusätzliche Verbindungen im Schülerverkehr angeboten. So wird morgens eine zusätzliche Fahrt von Wellsdorf und Erbengrün zur Grundschule Naitschau eingerichtet. Nachmittags verkehren zwei zusätzliche Fahrten nach dem Unterrichtsende der 6. und 7. Stunde am Gymnasium Greiz zurück nach Langenwetzendorf und Naitschau.
  • Zwischen Zeulenroda und Gera wird am Morgen eine zusätzliche Verbindung im Berufs- und Schülerverkehr auf den Linien 28 und 29 angeboten. Der Bus verlässt Zeulenroda um 06:21 Uhr und verkehrt über Triebes, Hohenleuben, Hohenölsen und Weida bis Gera (Ankunft um 07:47 Uhr).
  • Der Stadtverkehr in Zeulenroda (Linie 30) wird nunmehr komplett auf einen eigenen Fahrzeugumlauf umgestellt und ist nicht mehr mit der Linie 28 verbunden. Dadurch kann der Stadtbusverkehr als Ringlinie betrieben werden, sodass nunmehr von jeder Einstiegshaltestelle auch jeder Zielpunkt umsteigefrei erreicht werden kann. Neu bedient die Linie 30 auch das Zeulenrodaer Strandbad.
  • Auf der Linie 40 wird das Angebot vormittags (etwa zwischen 8 und 13 Uhr) nachfragegerecht auf einen Zweistundentakt umgestellt; mit Beginn des nachmittäglichen Schülerverkehrs wird weiterhin das stündliche Angebot aufrechterhalten.
  • Auf der Linie 81 wird auf mehrfachen Fahrgastwunsch hin abends eine neue Spätverbindung von Reichenbach nach Greiz angeboten. Damit wird Berufspendlern aus Greiz, welche beispielsweise im Krankenhaus Reichenbach oder im dortigen Gewerbegebiet arbeiten, auch nach dem Schichtwechsel um 22:00 Uhr noch eine Rückfahrtmöglichkeit angeboten.

 

Neues Rufbus-Testangebot im Raum Auma/Staitz

 

Neben diesen Anpassungen besteht eine wesentliche Änderung in der Aufnahme des Testbetriebs für flexibilisierte Bedienungsangebote auf den Linien zwischen Auma, Staitz, Stelzendorf, Triebes und Zeulenroda. Das Anliegen ist es, auch in den Bereichen abseits der Hauptnetzlinien neben dem Schülerverkehr ein Mindestmaß öffentlicher Verkehrsleistungen als Angebot der Daseinsvorsorge vorzuhalten. Es soll möglich sein, dass Menschen auch ohne eigenes Auto zum Einkaufen, zu Behörden oder zur nächsten Arztpraxis kommen können. Mit flexibilisierten Verkehrslösungen soll diesen Menschen ein hinreichendes und für die öffentliche Hand leistbares Mobilitätsangebot zur Verfügung gestellt werden.

 

In einem Testprojekt wird nun im Raum Auma begonnen, den öffentlichen Nahverkehr außerhalb der Zeiten des Schülerverkehrs auf Rufbusse umzustellen. Im Fahrplan der Linien 34 und 45 bleiben die Fahrten mit einem „R“ weiterhin ausgewiesen, sie verkehren aber nur dann, wenn der Bus telefonisch bis zu 30 Minuten vor der planmäßigen Abfahrt unter 03661 / 7065-70 bestellt wird. Trotzdem stellt das Rufbus-Angebot für die einbezogenen Orte eine Aufwertung dar, denn es werden mehr mögliche Verbindungen als im bisherigen Fahrplan angeboten. Eine Übersicht mit den möglichen Verbindungen nach Auma, Triebes und Zeulenroda hat die PRG auf ihrer Internetseite unter www.bus-greiz.de zusammengestellt.

 

Der Einsatz von Rufbussen ist prinzipiell nichts Neues; derartige Lösungen für den öffentlichen Verkehr in schwach besiedelten Regionen werden vielerorts in Deutschland praktiziert. Langfristiges Ziel bleibt es jedoch, nachfrageorientierte Bedienkonzepte mit ausgeweiteten Bedienzeiträumen flächendeckend abseits der Hauptmagistralen einzuführen und durch eine weitere Flexibilisierung sowohl des Fahrtweges als auch der Fahrtzeiten an die Bedarfe der Fahrgäste vor Ort anzupassen. Die klassischen Systemeigenschaften des öffentlichen Nahverkehrs wie Fahrplan- und Liniengebundenheit gehen in dünn besiedelten Räumen an den Bedürfnissen der – vergleichsweise wenigen – potentiellen Nutzer vorbei. Damit das Verkehrsangebot überhaupt noch durch die Nutzer wahr- und schließlich auch angenommen wird, muss es sich viel stärker an die individuellen Beförderungsbedürfnisse anpassen.

 

Wo kann ich mich informieren?

 

Über alle Änderungen können sich die Fahrgäste in den neuen Fahrplanheften informieren, welche seit Anfang Dezember erhältlich sind. Zudem stehen alle Informationen auch im Internet unter www.bus-greiz.de zum Download zur Verfügung; ebenso helfen die freundlichen Mitarbeiterinnen im Verkehrsbüro der PRG in Greiz, Thomasstraße 4 (Kinopassage) oder unter Tel.: 03661 / 7065-65 bei Fragen und Anregungen gern weiter.